IN_PROGRESS INDICATORS


WELL BEING

Wohlbefinden ist das zentrale Konzept in den Zugängen zu einer breiteren Messung von gesellschaftlichen Entwicklungen, die über monetäre Dimensionen, wie das BIP, hinausgehen. Der Begriff ist umfassend und wird oft synonym zu gutem Leben, Glück, Lebensqualität oder Wohlstand verwendet.

FREEDOM

Freiheit bildet ein wesentliches normatives Kernstück moderner westlicher Gesellschaften (Honneth, 1996). Dabei gibt es unterschiedliche Antworten auf die Frage, was genau Freiheit sei. Eine Annäherung an diese Frage erfolgt (oft) über eine Auseinandersetzung mit dem Gegenteil der Freiheit, also dem Zwang. Unterscheiden lassen sich die vielfältigen Zugänge zu Freiheit in negative Freiheit (von etwas) und positive Freiheit (zu etwas).

NON ALIENATION

Zentrale Begriffe in Entfremdungstheorien sind Zugehörigkeit, soziale Rolle, Identifikation und Selbstbestimmung. Im IPSP werden als Charakteristika von Entfremdung die erlebte Machtlosigkeit und die Passivität gegenüber den Umständen, die einen betreffen, herausgestrichen. Die Umwelt wird als indifferent erfahren und man selbst fühlt sich nicht zugehörig.

SOLIDARITY

Im Kontext des historischen Wandels von gemeinschaftlich zu (wohlfahrts)staatlich organisierten Gesellschaften und den damit zusammenhängenden Prozessen von Individualisierung und Industrialisierung wird in den Sozialwissenschaften der Begriff Solidarität diskutiert. Kontrovers wird dabei beurteilt, ob im Zuge dieser Prozesse die Solidarität ab- oder zunimmt.

RECOGNITION

Anerkennung hat sich während der vergangenen drei Jahrzehnte zu einem zentralen Paradigma sozialer Gerechtigkeit entwickelt, das vom Paradigma der Verteilungs-gerechtigkeit unterschieden wird und diesem in gewissen Punkten auch kontrovers gegenübersteht (Fraser, 2001; Honneth, 2001). Anerkennung geht über die bloße Wertschätzung des Gegenübers hinaus, denn sie impliziert, dass dieses Gegenüber auf derselben moralischen Ebene steht bzw. als InteraktionspartnerIn mit gleichem Status wahrgenommen wird.

SECURITY

Ab den 1950er Jahren verschob sich innerhalb der sozialwissenschaftlichen Diskussion der Fokus von Sicherheit als Ordnungsproblem zu Sicherheit als Risikoproblem. In diesem Zugang wird der Fokus darauf gerichtet, dass es keine eindeutige und optimale Lösung zur Beseitigung von Gefahren gibt, dass jedoch Risiken minimiert werden können.